Der Tyrann - von Lisa S.

Die Schulsozialarbeiter Sarah Lee und Thorsten Heck sind heute an der Kolping-Realschule, wo sie Anti-Gewalt- und Anti-Mobbing Workshops geben.
Anschließend bieten die beiden Ermittler noch Sprechstunden an der Schule an . In der großen Pause bereiten Sarah und Thorsten sich darauf vor. Gerade, als sie damit fertig sind, kommt die 17-jährige Lisa mit ihrer 4 Wochen alten Tochter Johanna herein und sucht das Gespräch mit ihnen.
Sarah, die eine enge Freundin von Lisa und ihrer Mutter ist, und Thorsten haben natürlich sofort Zeit und hören ihr zu. Lisa erzählt, dass sie große Angst vor ihrem Stiefvater Heinz hat.
Der arbeitslose Maler liegt faul auf dem Sofa herum und lässt sich von Lisa und ihrer Mutter Bettina bedienen anstatt sich Arbeit zu suchen, während Lisas Mutter abends in einer Kneipe schuften muss. Außerdem brüllt er sie und ihre Mutter an, schikaniert sie und randaliert in der Wohnung, wenn ihm etwas nicht passt oder sie ihm widersprechen. Lisa hat Angst, das ihr Stiefvater auch zuschlägt, das er ihr, ihrer Tochter oder ihrer Mutter etwas antut. Weinend fleht sie die Sozialarbeiter an, ihr zu helfen. Sarah Lee nimmt sie in den Arm, tröstet sie sehr liebevoll und verspricht ihr, ihr und ihrer Familie sofort zu helfen. Dabei schaut sie kurz zu ihrem Kollegen Thorsten auf. Thorsten nickt zustimmend. Lisa ist sehr dankbar dafür. Nachdem sie sich wieder etwas beruhigt hat, geht sie wieder zurück in ihre Klasse. Sarah Lee ist sehr berührt und traurig darüber, das es ihren Freundinnen so schlecht geht. Sie hat Tränen in den Augen, fängt sich aber schnell wieder.
Nach Schulschluss fahren die Sozialarbeiter Lisa nach Hause. Dort wollen sie mit Lisas Mutter und Lisas Stiefvater sprechen. Lisa geht mit ihrer Tochter in ihr Zimmer. Thorsten Heck folgt ihr, um sich nochmal mit ihr zu unterhalten. Währenddessen spricht Sarah mit Lisas Mutter. Kurze Zeit später kommt Lisas Stiefvater, der einen Termin beim Arbeitsamt hatte, nach Hause. Im selben Moment verlässt Thorsten Lisas Zimmer. Als Lisas Stiefvater den Sozialarbeiter sieht, flippt er aus. Er brüllt herum, wirft mit Gegenständen und gibt dem Ermittler keine Chance, sich vorzustellen. Beim Blick in die Küche sieht er, das Lisas Mutter sich mit Sarah unterhält. Wütend läuft er zu ihnen und geht auf Sarah los. Geschockt und panisch versucht Sarah, sich zu wehren. Thorsten geht sofort dazwischen und rettet seine Kollegin vor Lisas Stiefvater. Wütend geht er mit ihm ins Wohnzimmer und weist ihn in die Schranken, während die noch immer unter Schock stehende Sarah ihren Chef, Hauptkommissar Stefan Kern, anruft. Thorsten versucht derweil, mit Lisas Stiefvater zu sprechen.
Lisa Mutter will die Hilfe der Sozialarbeiter annehmen und verspricht Sarah, etwas zu unternehmen, also sich zu trennen und eine Anzeige zu erstatten. Sarah beruhigt das etwas und verspricht, sie dabei zu unterstützen. Lisas Stiefvater zeigt keine Reue und keine Einsicht. Er sagt zu den Sozialarbeitern, dass sie es noch bereuen werden, dass sie sich in sein Leben eingemischt haben und verlässt dann wütend die Wohnung. Sarah und Thorsten schauen sich kopfschüttelnd an.
Dann verabschieden sie sich sehr besorgt von Lisa und ihrer Mutter und fahren ins Büro.
Dort sprechen sie nochmal mit ihrem Chef über den Fall. Stefan Kern sagt, dass seine Kollegen von der Polizei nach Lisas Stiefvater suchen. Doch der ist plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.
Sarah und Thorsten sollen aber unbedingt weiter an dem Fall dran bleiben und sofort Bescheid geben, wenn sie Lisas Stiefvater wieder irgendwo sehen.
Da kommt Lisa ins Büro, um Anzeige gegen ihren Stiefvater zu erstatten. Ihre Mutter hat es sich nämlich doch anders überlegt. Stefan Kern nimmt diese sofort auf und verspricht Lisa, dass er und seine Kollegen ihren Stiefvater kriegen werden. Lisa bedankt sich und geht wieder nach Hause.
Am späten Abend steht Lisa verzweifelt mit ihrem Baby und einem gepackten Koffer vor Sarah Lees Tür und bittet sie darum, bei ihr bleiben zu dürfen. Sarah nimmt Lisa natürlich gerne und sofort bei sich auf. Nachdem sie die aufgelöste, junge Mutter beruhigt hat, kocht sie ihr einen Tee und bereitet das Gästezimmer vor. Danach setzt sie sich mit Lisa ins Wohnzimmer aufs Sofa, nimmt sie in den Arm und will wissen, was passiert ist. Lisa erzählt es ihr weinend: Ihr Stiefvater ist Stunden nach Sarahs und Thorstens Besuch nach Hause gekommen und hat dann natürlich auch von der Anzeige erfahren. Er ist dann völlig ausgeflippt, hat sie angeschrien, randaliert und ihr gedroht. Als sie dann zum Telefon griff, um im Ermittlerbüro anzurufen, hat er schließlich brutal zugeschlagen, sie zu Boden geschubst und ist abgehauen. Sie hat dann schnell ein paar Sachen für sich und ihr Baby zusammengepackt und ist hierher gerannt.
Dann zeigt sie Sarah ihr blaues Auge, das sie mit ihrem langen, braunen Haar verdeckt hatte.
Sarah ist geschockt und fassungslos und drückt die weinende Lisa fest an sich. Vor Wut und Traurigkeit laufen auch bei Sarah die Tränen. Lisa sagt dann, dass sie auf keinen Fall mehr nach Hause will. Sarah sagt ihr, dass sie sehr gerne hier bei ihr wohnen kann. Dafür ist Lisa sehr dankbar.
Sie ist froh und erleichtert, vor ihrem Stiefvater sicher zu sein. Lisas Mutter aber, bleibt zu Hause und will nichts mehr mit ihr zu tun haben. Sie ist der Meinung ist, das Lisa und die Sozialarbeiter ihr nur ihr Glück zerstören wollen und schließt die Augen vor der Wahrheit. Die Freundschaft mit Sarah beendet sie auch.
Lisa und Sarah sind sehr traurig darüber und können das nicht verstehen.
Kurze Zeit später ruft Sarah bei Stefan Kern an und berichtet ihm, was vorgefallen ist. Stefan informiert daraufhin sofort seine Kollegen. Er tut alles, um Lisas Stiefvater schnellstens zu fassen und weitere Gewalttaten durch ihn zu verhindern.
Doch es kommt noch schlimmer. Am nächsten Morgen erzählt Lisa Stefan nochmal alles und zeigt auch ihm das blaue Auge. Auch Stefan ist geschockt. Thorsten, der gerade dazukommt und erst jetzt von dem Vorfall erfährt, ist ebenfalls schockiert.
Sarah fährt dann mit Lisa in die Klinik, wo Lisa gründlich untersucht wird. Lisas Stiefvater ist ihnen heimlich gefolgt. Lisa geht es zum Glück soweit gut. Als sie und Sarah die Klinik verlassen, entführt Lisas Stiefvater Sarah. Lisa muss das hilflos und verzweifelt mit ansehen.
Sofort eilt sie zum Ermittlerbüro und sagt Thorsten und Stefan, das Sarah entführt wurde.
Stefan informiert sofort seine Kollegen und macht sich dann mit Thorsten auf die Suche nach Sarah.
Lisa soll im Büro warten. Nach 4 Stunden kommen sie endlich wieder zurück. Doch sie haben Sarah nicht gefunden. Auch Tage später gibt es keine einzige Spur, kein einziges Lebenszeichen von der verschwundenen Sarah. Alle sind verzweifelt, haben große Angst, Sarah nie wieder zu sehen.
Thorsten starrt wie gebannt auf sein Handy und hofft, wie alle anderen auch, das Sarah sich endlich meldet. Sarah ist für ihn nicht nur eine Kollegin, sondern auch eine sehr, sehr gute Freundin.
Und dann endlich ein Zeichen. Das Telefon im Büro klingelt und Stefan geht sofort dran. Es ist Lisas Stiefvater, der ihm sagt dass er Sarah in seiner Gewalt hat. Stefan möchte sofort wissen, ob es ihr gut geht. Lisas Stiefvater sagt dann, dass das jetzt ganz von ihm, Thorsten und Lisa abhängt. Außerdem ist das jetzt die Rache dafür, dass sie sich in sein Leben eingemischt haben. Dann legt er auf.
Kurze Zeit später erhalten die drei einen Erpresserbrief von Lisas Stiefvater. Er verlangt 2 Millionen € und das Lisa die Anzeige gegen ihn zurückzieht, sonst wird Sarah sterben.
Sie sollen sich am nächsten Morgen um Punkt 10 Uhr bereithalten. Er wird ihnen dann sagen, wo die Übergabe stattfinden wird. Dann schickt er ihnen per E- Mail ein Video von der gefangenen und gefesselten Sarah. Lisa, Thorsten und Stefan sind verzweifelt, haben große Angst, einen Fehler zu machen, der Sarah das Leben kosten wird. Stefan telefoniert dann mit seinen Kollegen und hat einen Plan: er wird mit Thorsten und Lisa zum Übergabeort fahren. Seine Kollegen werden in einem sicheren Abstand folgen und sich am Übergabeort für die Festnahme von Lisas Stiefvater bereithalten. Lisa wird ihrem Stiefvater die Geldtasche ( natürlich ist nur weißes Papier drin) geben und zum Schein auf die Rücknahme der Anzeige eingehen. Wenn Sarah dann frei ist, werden seine
Kollegen zugreifen. Weinend stimmen Lisa und Thorsten zu.
Am nächsten Tag ruft Lisas Stiefvater wieder im Büro an und sagt, dass sie sich im Wald, in der Nähe des alten Bunkers treffen. Darauf hin fahren alle los. Zunächst läuft alles nach Plan.
Im Wald angekommen, wartet Lisa nervös und angespannt auf ihren Stiefvater und Sarah. Sie starrt auf den Bunker, in dem ihr Stiefvater Sarah tagelang eingesperrt, geschlagen und mit Stromstößen gequält hat. Dann öffnet sich endlich die Tür des schmutzigen Bunkers und ein Komplize von Lisas Stiefvater kommt heraus. Der gibt diesem dann ein Zeichen. Lisas Stiefvater kommt dann mit Sarah aus dem Bunker und hält ihr ein Messer an die Kehle. Er grinst dreckig und fordert Lisa erneut dazu auf, ihm das Geld zu geben und die Anzeige zurückzuziehen, sonst wird er Sarah die Kehle durchschneiden und sie somit töten. Lisa schaut Sarah weinend an, sieht die Verzweiflung in ihren Augen. Sarah hat natürlich Todesangst, zittert am ganzen Körper und weint hemmungslos.
Entschlossen wirft Lisa ihrem Stiefvater die Geldtasche vor die Füße und sagt, dass sie die Anzeige zurückziehen wird. Lisas Stiefvater lässt Sarah dann los. In diesem Moment gibt Stefan, der mit Thorsten und Lisas Baby im Auto sitzt, seinen Kollegen das Zeichen zum Zugriff.
Lisas Stiefvater tobt. Wütend packt er Sarah am Arm, dreht sie zu sich herum und sticht zu. Dann flieht er. Doch Stefans Kollegen holen ihn ein und verhaften ihn und seinen Komplizen.
Sarah sinkt schreiend und blutend zu Boden. Sie hat eine große Stichwunde am Bauch, krümmt sich vor unerträglichen Schmerzen und weint. Alle sind geschockt. Lisa kniet sich sofort neben Sarah und versucht verzweifelt und weinend, mit ihrer Jacke die starke Blutung zu stoppen. Thorsten kommt mit dem Verbandskasten aus dem Auto angerannt und legt mit Lisas Hilfe einen Druckverband an, während Stefan den Notarzt anruft.
Lisa redet verzweifelt auf Sarah ein, damit sie bei Bewusstsein bleibt. Doch trotzdem verliert Sarah plötzlich das Bewusstsein. Panisch rüttelt Lisa an ihr, doch sie reagiert nicht. Thorsten prüft verzweifelt ihre Vitalfunktionen und bringt sie in die stabile Seitenlage. Lisa hilft ihm dabei. Beide haben panische Angst, dass Sarah ihnen unter ihren Händen stirbt.
Und dann trifft auch endlich der Notarzt ein. Er versorgt Sarah weiter und bringt sie in die Klinik. Thorsten fährt mit Lisa und ihrem Baby hinter dem Krankenwagen her. Stefan muss seine Kollegen zum Revier begleiten.
In der Klinik ist Sarah wieder zu sich gekommen. Ihre Wunde wird gereinigt, desinfiziert, genäht und mit einem sterilen, weißen Pflaster abgedeckt. Danach spritzt der Arzt ihr ein leichtes Schmerzmittel und ein Mittel, das ihren Kreislauf wieder stabilisiert. Dieser war durch den hohen Blutverlust instabil, was dann schließlich zur Bewusstlosigkeit geführt hat. Dies teilt der Arzt Lisa und Thorsten, die nervös im Flur warten, mit, während Sarah auf ihr Zimmer gebracht wird. Sie muss noch eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Lisa und Thorsten fällt ein Stein vom Herzen. Und endlich dürfen sie dann zu Sarah. Hemmungslos weinend vor Glück schließen sie Sarah in die Arme. Am liebsten würden sie sie nie wieder loslassen. Thorsten ruft noch kurz Stefan an und sagt ihm, dass es Sarah soweit gut geht. Auch Stefan ist total erleichtert.
Zwei Wochen später ist Sarah wieder ganz gesund.
Heute wird Lisas Tochter Johanna getauft. Sarah ist die Taufpatin und sehr, sehr stolz auf ihr süßes Patenkind. Aber eines macht sie und vor allem Lisa sehr traurig: Lisas Mutter ist in eine andere Stadt gezogen und will nichts mehr von ihrer Tochter, ihrem Enkelkind und von Sarah wissen.
Sarah hat Lisa angeboten, dass sie natürlich gerne weiter bei ihr wohnen kann, so lange sie will, denn sie freut sich sehr über ihre Gesellschaft. Lisa hat dieses Angebot natürlich gerne und überglücklich angenommen. Sie weiß, dass sie immer auf Sarah zählen und sich immer 100%-ig auf sie verlassen kann. Und auch Thorsten, der übrigens der Taufpate von Lisas Tochter ist, ist immer für Lisa und Sarah da.
Lisas Stiefvater wurde zu zwei Jahren Haft und 1000 € Schmerzensgeld verurteilt und darf sich Lisa, deren Tochter und Sarah in Zukunft nicht mehr nähern.
Alle sind froh, glücklich und erleichtert, dass alles so gut ausgegangen ist und dass Sarah und Lisa keine Angst mehr vor Lisas Stiefvater haben müssen. Sie blicken optimistisch in die Zukunft und wissen, dass noch sehr viele wundervolle Dinge und Erlebnisse vor ihnen liegen werden.
3.1.12 15:25
 


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