Kontaktverbot - von Luna

Als die Schulermittler Sophie Koch und Sören Petersen gerade Feierabend machen wollen, klingelt Sophie’s Handy. Sören schaut ein wenig genervt, aber das hält Sophie natürlich nicht davon ab ran zu gehen. Am Telefon ist eine Schülerin der Rottenburger-Realschule. Die Schülerin ist sehr aufgeregt und Sophie versuchte sie zu beruhigen. Sie erzählt, dass sie in die Klasse 8a geht und sie hat die Nummer der Schulermittler am schwarzen Brett gesehen und sie weiß einfach nicht mehr was sie sonst noch machen soll. Sophie verspricht ihr am nächsten Tag mal wieder an der Schule vorbeizuschauen.


Am nächsten Morgen fahren sie zur Schule. Die erste Stunde hatte gerade angefangen. Sie sahen ein Mädchen vor dem Schulhaus sitzen, die Beine angewinkelt, der Kopf lag darauf. Sophie und Sören gehen zu dem Mädchen und fragen, warum sie weint. Das Mädchen steht sofort auf und umklammert Sophie. Sophie ist verwirrt und fragt, ob sie vielleicht das Mädchen von gestern ist. Das Mädchen antwortet: „Ja, ich bin Tanja!“ Sophie wirft Sören einen vielsagenden Blick zu und Sören versteht sofort, dass Sophie mit dem Mädchen allein reden will. „Ja, ich geh mir dann mal die Schule anschauen!“ Als Sören ein paar Schritte weg ist, fragt Sophie sofort, was los ist, dass sie so geweint hat und wieso sie so verzweifelt war am Telefon. Tanja fing wieder an zu weinen und antwortete: „Das ist eine lange Geschichte, die Eltern, von meiner besten Freundin haben mir den Kontakt zu ihr verboten!“ – Sophie ist erstaunt. „Weißt du denn, wieso sie das gemacht haben?“ – „Ja, also eigentlich schon.. aber ich vermisse sie so schrecklich.“ – „Na, dann erzähl mal, Tanja!“ – „Ja, also.. ich hatte letztes Jahr ein paar Probleme und hab deswegen angefangen mich zu ritzen. Aber das ist Vergangenheit, wirklich! Und naja, meine Freundin hat sich jetzt auch geritzt und ihre Eltern denken, dass sie es bei mir gemacht hat und naja.. dass es so eine Art Gruppenzwang ist, wenn sie mit mir befreundet ist – kann sie nie mit dem Ritzen aufhören. Wir haben versucht, ihnen zu sagen, dass das nicht so ist, aber sie haben uns nicht geglaubt.“ – „Gut, dass du uns angerufen hast, Tanja! Ich verspreche dir, wir werden alles tun, damit ihr euch wieder sehen könnt. Aber dazu musst du mir noch ein paar Fragen beantworten!“ – „Okey, Sophie!“ – „Wieso hast du dich damals geritzt?“ – „Naja, meine Mutter war Alkoholikerin.“ – „Hast du dann eine Therapie gemacht?“ – „Nein, darauf, dass ich sowas vielleicht brauche, ist niemand gekommen.“ – „Ok, und wieso hat sich deine Freundin geritzt? Wie heißt sie eigentlich?“ – „Sie heißt Miriam. Und sie hat sich geritzt, weil sie eine geistig behinderte Schwester hat. Sie kommt damit nicht mehr klar. Ich mein, sie musst täglich mit der Angst leben, dass sie jemand auslacht, den sie mag, bloß weil sie eine .. naja.. etwas andere Schwester hat. Ihre Mama hat darauf nur gesagt, dass sie mittlerweile doch in einem Alter ist, wo sie das alles alleine verarbeiten kann.“ – „Ok, das versteh ich. Es ist hart, so etwas von seiner eigenen Mutter zu hören. Wie alt seit ihr?“ – „14!“ – „Ok, wenn du mir jetzt noch die Adresse von deiner Freundin gibst, schauen wir, was wir machen können. & du gehst jetzt bitte in den Unterricht.“ – „Ok, vielen Dank, Sophie!“

Sören ruft Susanne an und berichtet ihr von ihrem neuen Fall. Als sie dann bei Tanja’s Freundin ankommen, stoßen sie auf Ablehnung. Miriam’s Mutter will nichts davon hören. Doch Sophie schafft es sie zu überreden, dass sie mal mit Miriam reden kann. Miriam erzählt genau das selbe wie Tanja. Sophie beschließt mit den Eltern der beiden einen Kompromiss zu machen. Sie möchte, dass die beiden zusammen eine Therapie machen, um das Erlebte zu verarbeiten und danach dürfen sie sich auch wieder regelmäßig sehen. Die Eltern sind einverstanden, Miriam & Tanja sind überglücklich und die Schulermittler sind auch froh, wieder einen Fall gelöst zu haben.
3.1.12 15:27
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen